Kunstpreis 2009

Die Verleihung des Kunstpreises zur deutsch-tschechischen Verständigung fand am Donnerstag, den 22. Oktober 2009, 18:00 Uhr, im Adalbert-Stifter-Zentrum/Centrum Adalberta Stiftera, in Oberplan/Horní Planá (Südböhmen) statt.

 

 

Preisträger

Manfred Pranghofer wurde am 27.8.1941 in Salnau (Želnava), Gemeinde Neuofen (Nová Pec) im Böhmerwald geboren. Nach dem Abitur in Stuttgart studierte er Geschichte, Sozialkunde und Sport für das Lehramt. Ab Frühjahr 1968 unterrichtete er als Lehramtsassessor in Waldkirchen. 1972 wurde er an das Adalbert-Stifter-Gymnasium in Passau versetzt, in dem er zuletzt als stellvertretender Direktor tätig war. Seit 1971 engagiert Pranghofer sich als Betreuer des Böhmerwaldmuseums in der Veste Oberhaus bei Passau und wurde 2005 zum Vorsitzenden des Museumsvereins gewählt. 2001 erhielt er den Kulturpreis der Stadt Passau für die Böhmerwäldler.

Ivan Slavík wurde am 19.11.1957 in Karviná bei Mährisch-Ostrau/Ostrava geboren. Nach der Matura in Havířov studierte er in Olmütz/Olomouc Geschichte. Nach dem Militärdienst in Prag übersiedelte er 1982 nach Krumau, wo er nun seit 27 Jahren im Regionalmuseum (früher: Bezirksmuseum) tätig ist. 1985 – 1989 absolvierte er ein Fernstudium der Museologie an der Masaryk-Universität in Brünn. Seit 1990 zählt Slavík zu den ständigen Vermittlern des tschechisch-österreichisch-deutschen Kulturaustausches und wurde 1993 zum korrespondierenden Mitglied des Adalbert-Stifter-Instituts in Oberösterreich ernannt. 2007 erhielt er den Jahrespreis der Stadt Krumau, 2008 die Kulturmedaille des Landes Oberösterreich.

Die Laudationes hielten Dr. Vladimir Horpeniak und Hofrat Dr. Johann Lachinger.

 

Preisstifter

Stěpán Hon, geboren 1976 in Teplitz/Teplice, ist Absolvent der Prager Musischen Filmakademie/Fotografie, und als Dokumentar- und Reportagefotograf tätig. Er unterrichtet als externe Lehrkraft an der Fachhochschule für Publizistik. 1998 unternahm er eine Fahrradexpedition zum Aralsee, aus der die Ausstellung „Blicke vom Auge ins Auge“ hervorging. Fotografien seiner wiederholten Reisen in die Karpatho-Ukraine wurden zweimal im Wettbewerb Czech Press Photo ausgezeichnet. 2003 und 2004 war er offizieller Fotograf des Präsidenten. Die Schwarz-Weiß-Fotografie, die er als Kunstpreis stiftet, stammt aus der Serie „Sudetenland“, die im Erzgebirge entstand.

Rudolf Klaffenböck, geboren 1952, ist diplomierter Graphik-Designer und trat auch als Kabarettist und Regisseur von Kurzfilmen hervor. 1994-1996 wanderte er in 3 Etappen die österreichische Grenze zu Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Slowenien ab, und publizierte darüber 1998 ein Buch mit Schwarz-Weiß-Fotografien. Zu seinen jüngsten Fotoprojekten zählen eine Dokumentation über Buswartehäuschen in der Tschechischen Republik und über das Münchner Oktoberfest. Klaffenböck erhielt 2006 den Kulturpreis Bayern der E.ON Bayern AG. Die Schwarz-Weiß-Fotografie, die er als Kunstpreis stiftet, zeigt Franz Seidel (1908-1997), den Sohn des berühmten Krumauer Fotografen Josef Seidel.