21.03.2013

Kakanische Kontexte - betrachtet von György Konrad

FLUVIALISMUS - PHILOSOPHIE VOM LANGSAMEN DAHINRINNEN

Von der Donaumonarchie

 

In der Reihe "Kakanische Kontexte - Reden über die Mitte Europas"

München, Kulturforum im Sudetendeutschen Haus, Hochstr. 8

19 Uhr

Eintritt: 6 € / Mitglieder 4 €

Aus Anlass der Jahrestage im Umfeld des Ersten Weltkriegs, beginnend mit den Schüssen von Sarajewo und endend mit dem Auseinanderfall Österreich-Ungarns, wird mit einer Reihe von „Reden über die Mitte Europas“ zum Nachdenken über die mitteleuropäische Geschichte von der Donaumonarchie bis zur Osterweiterung der Europäischen Union eingeladen. 

Einen vierten Gedankenanstoß gibt mit einer „Rede über die Mitte Europas“ im Rahmen der Vortragsreihe „Kakanische Kontexte“ der ungarische Schriftsteller und Essayist György Konrád (Budapest).

 

György Konrád, geboren 1933 bei Debrecen, entkam mit elf Jahren der drohenden Deportation nach Auschwitz und überlebte den Krieg mit seinen Geschwistern in Budapest. Nach dem Studium der Literaturwissenschaft und Soziologie war er u.a. als Jugendschutzinspektor und als Soziologe für den Städtebau tätig. Sein erster Roman Der Besucher erschien 1969. In den Jahren 1978-1988 hatte er Publikationsverbot und zählte neben Autoren wie Václav Havel und Adam Michnik zu den bekannten Dissidenten Mitteleuropas. Von 1990-1993 war er Präsident des Internationalen PEN-Clubs, von 1997-2003 Präsident der Akademie der Künste in Berlin. Konrád erhielt u.a. den Manès-Sperber-Preis, den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, den Internationalen Karlspreis der Stadt Aachen und den Franz-Werfel-Menschenrechtspreis. Zuletzt erschien sein von Hans-Henning Paetzke übersetztes Essaytagebuch Das Pendel, Suhrkamp Verlag, Berlin 2011.

Wir sind Erben des untergegangenen und nurmehr in unseren Gedanken weiterlebenden mitteleuropäischen Reichs, das dem Tod vermählt war. Den dunklen Scharfblick der Ahnen setzen wir fort. (Aus: György Konrád: Geisterfest. Frankfurt/Main: Suhrkamp Taschenbuch 1986, S. 183)

 

In Zusammenarbeit mit der Österreichisch-Bayerischen Gesellschaft

 

Mit freundlicher Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen sowie des Hauses des Deutschen Ostens

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