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Der Standpunkt der Kunst
eines Volkes ist immer
der Standpunkt
seiner Menschlichkeit.

Adalbert Stifter

Veranstaltungen

Liebe Mitglieder und liebe Freunde des Adalbert Stifter Vereins,

wir senden Ihnen herzliche Grüße aus dem home-office und hoffen, dass Sie und Ihre Familien wohlauf sind und dieser herausfordernden Zeit geduldig und mit Hoffnung auf eine baldige positive Wendung, aber auch mit Aufmerksamkeit für die aktuellen Herausforderungen im kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Bereich begegnen können!

Auch der Adalbert Stifter Verein musste sich auf ungewohnte Anforderungen einstellen: Alle Veranstaltungen mussten bis auf Weiteres abgesagt werden. Das gedruckte Veranstaltungsprogramm war bereits in Vorbereitung, musste aber vorerst auf Eis gelegt werden. Möglicherweise können wir aber einige der geplanten Veranstaltungen in den Herbst verschieben. Das Büro ist bis zum 19. April geschlossen, wir sind jedoch per E-Mail erreichbar, auch Anrufe erreichen uns über Umleitung.

Seltsam ist auch die Tatsache, dass die deutsch-tschechische Grenze - nachdem wir doch erst kürzlich das 30-jährige Jubiläum der Grenzöffnung gefeiert haben - wieder geschlossen ist, wenn auch nur vorübergehend. Das trifft viele von uns nicht nur beruflich, sondern auch privat auf empfindliche Weise.

Persönliche Begegnungen und direkter Austausch sind also im Moment nicht möglich. Wir möchten aber auf den Kontakt mit Ihnen und auch auf unsere Tätigkeit nicht verzichten. Deshalb bereiten wir einige neue digitale Formate vor und starten in der nächsten Woche als erstes eine Serie von Feuilletons per Newsletter.

Den Auftakt machen wir mit einem Text von Karol Sidon. Sidon sollte ursprünglich am 18. und 19. März in Augsburg und München in München seinen Roman Traum von meinem Vater (ars vivendi 2019, übersetzt von Elmar Tanner) vorstellen, konnte dann aber wegen der Grenzschließung nicht auf die Reise gehen. Dieses Feuilleton senden wir kommende Woche.

 

Gerne vermitteln wir auch eine Auswahl an interessanten digitalen Angebote anderer Einrichtungen und Personen:

 

Kleine persönliche Auswahl an Buchempfehlungen

 

Titel, die mit unseren geplanten Veranstaltungen zwischen März und Juli zu tun haben:

 

Und hier drei Vorschläge aus unserer eigenen Produktion:

 

Auf unserer Website finden Sie darüber hinaus eine Aufstellung der für den Otokar-Fischer-Preis 2020 nominierten Bücher.

 

Aktuelle Informationen, insbesondere darüber, wann wir unser Veranstaltungsprogramm wieder aufnehmen, und andere Hinweise können Sie unserem Newsletter, der unserer Website oder Facebook entnehmen.

Wir freuen uns auf Rückmeldungen von Ihnen und wünschen Ihnen, dass Sie gesund und heiter bleiben Bald können wir uns hoffentlich wieder persönlich begegnen.

 

Herzlich,

Zuzana Jürgens und die Mitarbeiter des Adalbert Stifter Vereins

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Informationen zur abgesagten Veranstaltung "Ausgezeichnet"

Unsere für den 16. April 2020 vorgesehene Veranstaltung Ausgezeichnet! Preisträger des Deutsch-tschechischen Journalistenpreises im Gespräch kann leider nicht stattfinden. Wir möchten Ihnen trotzdem drei der Preisträger in Wort und Bild vorstellen und bedanken uns herzlich beim Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds für die Zustimmung, Filme und Kurzvorstellungen hier veröffentlichen zu dürfen. Hier finden Sie weitere allgemeine  Informationen zum Charakter des Preises sowie zu den weiteren Preisträgern 2019.

 

Kategorie Audio (tschechische Preisträger)

Studio 39

Petr Dudek, Jan Pokorný, Petr Pospíšil, Ondřej Suchan, Martin Veselovský

Das Projekt Studio 39 war eine siebenstündige, einzigartige Verknüpfung von lebendiger Live-Rekonstruktion „Minute für Minute“ mit zeitgenössischen Einspielungen sowie Gesprächen mit Zeitzeugen und Historikern. Gesendet wurde live aus der Eingangshalle des Prager Hauptbahnhofs. Jan Pokorný ist langjähriger Moderator der Magazinwelle Radiožurnál im Tschechischen Rundfunk und zugleich deren Nachrichtenchef. Petr Dudek ist langjähriger Redakteur der Kommentarsendungen des Tschechischen Rundfunks und weiterer Medien (BBC u.a.). Petr Pospíšil arbeitet als Haupt-Redakteur der Magazinwelle Radiožurnál im Tschechischen Rundfunk, zudem ist er für Sonderprojekte des Senders verantwortlich. Ondřej Suchan ist Chefredakteur der Magazinwelle Radiožurnál im Tschechischen Rundfunk, zuvor schrieb er für die Print-Medien Týden und Lidové noviny. Martin Veselovský ist als Moderator tätig und war Mitbegründer des populären Online-Projekts DVTV. Im Tschechischen Fernsehen und Tschechischen Rundfunk war er spezialisiert auf politische Interviews.

Studio 39 (Tschechischer Rundfunk/Radiožurnál, 15.3.2019)

Deutsche Übersetzung

Kurzfilmporträt

 

Kategorie Multimedia (Tschechischer Preisträger)

Česko-německé století (Das deutsch-tschechische Jahrhundert)

Jiří Fiedor

Jiří Fiedor ist Dokumentarfilmer und Verleger. In den 1980er Jahren war er im Kreis Ostrava im Untergrund aktiv, hat inoffizielle Musikfestivals organisiert und Zeitschriften im Samisdat herausgegeben. Er ist Unterzeichner der Charta 77. Von 1990 bis 1992 war er Abgeordneter des Bürgerforums, danach arbeitete er als Journalist für verschiedene Zeitungen und als Dokumentarfilmer für das Tschechische Fernsehen. 2006 gründete er den Verlag Pulchra.

Das deutsch-tschechische Jahrhundert ist eine spannende fünfteilige Fernsehdokumentation des Tschechischen Fernsehens, die sich mit den deutsch-tschechischen Beziehungen im Zeitraum 1918-2018 auseinandersetzt.

Česko-německé století (leider auf Grund von Geoblocking nur in Tschechien abrufbar, deutsche Untertitel im 1. und 5. Teil). Tschechisches Fernsehen (ČT2), erster Teil ausgestrahlt am 6.11.2018

Kurzfilmporträt

 

Sonderauzeichnung für langjährige, herausragende journalistische Tätigkeit

Alena Wagnerová

Alena Wagnerová ist deutsch-tschechische Schriftstellerin, Publizistin und Oral Historikerin. Seit 1969 lebt und arbeitet sie in Saarbrücken und in Prag. In ihren Arbeiten befasst sie sich hauptsächlich mit der Kultur und Geschichte Mitteleuropas und den deutsch-tschechischen Beziehungen. Systematisch widmet sie sich seit vielen Jahren dem Schicksal der Sudetendeutschen und publizierte drei historische Bücher. In den Jahren 2003-2007 leitete sie den oral-historischen Teil der Dokumentation der tschechischen Regierung, der den Schicksalen der deutschen NS-Gegner unter den Sudeten gewidmet ist.

Kurzfilmporträt

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Leider abgesagt!

Donnerstag, 16. April 2020

19:00 Uhr

Ausgezeichnet!

Preisträger des Deutsch-Tschechischen Journalistenpreises 2019 im Gespräch

Süddeutscher Verlag, Hultschiner Straße 8, München

Mit dem Preis zeichnen Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds, Deutscher Journalistenverband (DJV) und Tschechischer Journalistenverband (Syndikát novinářů) Journalistinnen/Journalisten aus, die differenziert über das Nachbarland berichten.

Kurzfilme/Gespräch mit:

Alena Wagnerová, Autorin, Expertin für deutsch-tschechische Beziehungen und für langjährige, herausragende journalistische Tätigkeit geehrt.

Petr Dudek, Tschechischer Rundfunk, mit weiteren Autoren für das Hörfunkprojekt Studio 39 geehrt, eine Rekonstruktion des deutschen Einmarsches in Prag am 15. März 1939.

Peter Lange, Jurymitglied und Prager ARD-Hörfunkkorrespondent, diskutiert über Qualitäts- und grenzüberschreitenden Journalismus.

Moderation: Victoria Großmann (Süddeutsche Zeitung)

Eine Veranstaltung des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds in Kooperation mit dem Kulturreferenten für die böhmischen Länder und dem Tschechischen Zentrum München

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Aktuelles

Ausstellungen

Momentan keine Ausstellungen

Publikationen

Neues Stifter Jahrbuch

Neue Folge 33|2019

100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs betrachten Pieter M. Judson, Václav Petrbok, Milan Horňáček und Markus May die Reflexionen dieses Epochenbruchs in der Literatur von Richard Weiner bis Joseph Roth. Václav Smyčka erkundet utopische Welten in der böhmischen Aufklärung, und Markus Pohl entdeckt eine vergessene europäische Autorin aus Prag: Gertrude von Schwarzenfeld. Der Jahresbericht 2019 (so der neue Rhythmus; der Jahresbericht 2018 erscheint separat), Rezensionen, Tagungsberichte und die Zeitschriftenschau ergänzen die wissenschaftlichen Beiträge.

 

 

Inhalt

Zuzana Jürgens und Franziska Mayer: Umbrüche und Kontinuitäten

Jahresbericht 2019

 

Wissenschaftliche Beiträge und Essays

Václav Smyčka: Vergangene Träume. Utopische Imaginationen böhmischer Autoren der Sattelzeit

Pieter M. Judson: Das stille Verschwinden des Staats. Österreich-Ungarn 1918

Václav Petrbok: Tschechische Revolution? Die Entstehung der Tschechoslowakei in der Literatur der böhmischen Länder

Milan Horňáček: Kulturen der Niederlage nach dem Ersten Weltkrieg in der deutschsprachigen Kriegsliteratur der böhmischen Länder

Markus May: Joseph Roth: Radetzkymarsch. Bemerkungen zu Autor und Werk

Markus Pohl: Gertrude von Schwarzenfeld (1906–2000). Eine fast vergessene europäische Autorin aus Prag

 

Rezensionen

Thomas Krzenck – Pavel Brodský, Kateřina Spurná, Marta Vaculínová (Hrsg.): Liber viaticus Jana ze Středy [Der Liber viaticus des Johannes von Neumarkt]

Franz Adam – Lena-Lisa Wüstendörfer: Klingender Zeitgeist. Mahlers „Vierte Symphonie“ und ihre Interpretation um die Jahrtausendwende

Thomas Krzenck – Robert Janás: Emil Pirchan. „Malerfürst“ brněnské okružní třídy [Emil Pirchan. „Malerfürst“ der Brünner Ringstraße]

Jozo Džambo – Beat Steffan (Hrsg.): Emil Pirchan. Ein Universalkünstler des 20. Jahrhunderts. Bühnenbildner, Graphiker, Architekt, Designer

Klaus Hübner – Václav Smyčka: Das Gedächtnis der Vertreibung. Interkulturelle Perspektiven auf deutsche und tschechische Gegenwartsliteratur und Erinnerungskulturen

Jozo Džambo – Tamara Scheer: Von Friedensfurien und dalmatinischen Küstenrehen. Vergessene Wörter aus der Habsburgermonarchie

 

Zeitschriftenschau

Aussiger Beiträge. Germanische Schriftenreihe aus Forschung und Lehre

Bohemia. Zeitschrift für Geschichte und Kultur der böhmischen Länder. A Journal of History and Civilisation in East Central Europe

Germanoslavica. Zeitschrift für germano-slawische Studien

Jahrbuch. Adalbert-Stifter-Institut des Landes Oberösterreich

Studia Germanistica. Acta Facultatis Philosophicae Universitatis Ostraviensis

 

Autoren und Mitarbeiter

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Böhmische Spuren in München

Geschichte, Kunst und Kultur

Hrsg. von Jozo Džambo

München war und ist seit vielen Jahrzehnten ein Magnet für Menschen aus den benachbarten böhmischen Ländern. Die Spuren, die diese Verbindungen in der Isarmetropole hinterlassen haben, sind dementsprechend vielfältig, wobei die große Nähe auch ihre Tücken hat: Das Nebeneinander von bayerischer und böhmischer Kultur wird häufig als selbstverständlich betrachtet und kaum noch wahrgenommen. Es lohnt sich daher umso mehr, den gegenseitigen Einflüssen nachzuspüren und sich auch in abgelegenen Winkeln der Stadt auf Spurensuche zu begeben.

In 16 Beiträgen kommen Geschichte und Gegenwart gleichermaßen zu ihrem Recht: Ereignisse wie das Münchner Abkommen, Persönlichkeiten wie Franz Kafka, Alfred Kubin, Max Mannheimer oder Jaromir Konecny, Institutionen wie das Sudetendeutsche Haus oder die Ackermann-Gemeinde werden ebenso in den Fokus genommen wie die Wechselwirkungen in Literatur, Kunst, Musik, Architektur oder die zahlreichen Straßennamen, die an die ganz besondere bayerisch-böhmische Beziehung erinnern.

München: Volk Verlag 2020. 280 Seiten mit zahlreichen Abb. ISBN: 978-3-86222-327-5. 19,90 €

Bestellung unter https://volkverlag.de/ beim Verlag oder im Buchhandel

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