Lesung
Waldgeheimnisse im Böhmerwald und Isergebirge

Hans Schmeller, Deutsche Heimat (8-1932)
Die Literaturhistorikerin und langjährige Mitarbeiterin des Adalbert Stifter Vereins Anna Knechtel stellt zwei Dichter des Waldes vor und liest aus ihren Texten: Gustav Leutelt und Rosa Tahedl. Aus unterschiedlichen regionalen Blickwinkeln betrachten sie ein und dasselbe Phänomen: den Wald. Das waldbedeckte Isergebirge in Nordböhmen war die Heimat Gustav Leutelts (1860–1947), Rosa Tahedl (1917–2006) stammte hingegen aus dem Böhmerwald, dem „grünen Dach Europas“.
Ihre Erfahrungen lassen zwar Unterschiede erkennen – sei es aufgrund ihres persönlichen Umfelds, sei es aufgrund ihrer Lebensdaten. Doch beide haben den Wald als prägend für ihre Existenz empfunden, nicht nur in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht, sondern auch als geheimnisvollen „Tröster und Ruhespender“ (Leutelt) oder als Sinnbild des Schicksals, „das sich nicht wählen, nur ertragen läßt“ (Tahedl).
Ab 14:30 gibt es Kaffee und Kuchen, die Lesung beginnt um 15 Uhr.
Eine Veranstaltung des Adalbert Stifter Vereins – Kulturinstitut für die böhmischen Länder und des Hauses der Heimat Nürtingen.