Lesung und Gespräch
Claudia Rikl: Elbland

Über die verlorene Heimat am Ufer der Elbe.
Als ihre Mutter Irma stirbt, verliert Nina den Boden unter den Füßen. Nach Jahren des Ausharrens an der Seite dieser gebrochenen Frau ist sie plötzlich frei und fühlt sich verlorener denn je. Um wieder festen Grund zu finden, reist sie ins tschechische Riesengebirge, wo die Familie ihren letzten gemeinsamen Urlaub verbracht hat. Nina will ergründen, was die Familie damals auseinandertrieb – und was jenes Land für sie bereithält, das ihre Mutter einst Heimat nannte: Böhmen. Tiefsinnig ergründet Claudia Rikl auf verschiedenen Zeitebenen in ihrem Roman, was beim Verlassen der Heimat zurückbleibt.
Claudia Rikl ist in einer Kleinstadt in der ehemaligen DDR geboren und aufgewachsen. Sie ist Literaturwissenschaftlerin und Schreibdozentin und lebt mit ihrer Familie in Leipzig. Unter dem Pseudonym Liv Marie Bahrow schrieb sie den Roman Wellenkinder.
Eine Veranstaltung der Heimatpflegerin der Sudetendeutschen in Kooperation mit dem Kulturreferat für die böhmischen Länder im Adalbert Stifter Verein.