Buchvorstellung
Das Flimmern der Raubtierfelle. Rilke und der Faschismus

Vor der Verführbarkeit durch totalitäre Ideologien ist niemand gefeit. Hans-Peter Kunischs Buch beschäftigt sich mit der politischen Verortung Rainer Maria Rilkes, im speziellen mit seinem Mussolini-Bild – bis 1926, als der Schriftsteller starb. Hierzu hat der Autor den Briefwechsel Rilkes mit der italienischen Adeligen und Antifaschistin Aurelia Gallarati-Scotti ausgewertet, die ihn vor seiner Faszination für Mussolini nachdrücklich warnte.
Hans Peter Kunisch, geboren 1962 in der Schweiz, ist promovierter Germanist und Sohn eines Sudetendeutschen. Jahrzehnte lang hat er vor allem für die Süddeutsche Zeitung und Die Zeit geschrieben. Jetzt lebt er als freier Autor in Berlin. 2024 veröffentlichte er Schach dem König über die ungewöhnliche Freundschaft zwischen Friedrich dem Großen und dem exzentrischen Adeligen Albert von Hoditz aus Rosswald/Slezské Rudoltice.
Moderation: Peter Becher
Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Wo ist meine Heimat“ – Rilke zwischen Prag und München.
Eine Veranstaltung des Kulturreferats für die böhmischen Länder im Adalbert Stifter Verein.
Im Rahmen der Reihe Wenn die Kultur kippt. Versuchung, Verstrickung und Verbrechen in radikalen Zeiten, veranstaltet vom Kulturreferat der Stadt München/Public History.