Vortrag mit Kurzfilm
Klein-Berlin in Groß-Prag
Deutschsprachige Architekten im Prag der Zwischenkriegszeit

Nach der Gründung der Tschechoslowakei 1918 herrschte in Prag auch in der Architektur Aufbruchsstimmung. Lenka Kerdová geht der Frage nach, welche Rolle dabei deutschsprachige Architekten einnahmen – eine alles andere als homogene Gruppe. Inwiefern unterscheidet sich die „deutsche“ Architektur von den Gebäuden der tschechischen Mehrheit? Warum wirkt sie konservativer als der tschechische Funktionalismus? Wo ist ihr Platz im Kontext deutscher und mitteleuropäischer Städte?
Ausgangspunkt für Lenka Kerdovás Interesse am Thema war eine persönliche Begegnung, die sie 2016 filmisch festhielt. Der Kurzfilm Messestraße Elf gibt an diesem Abend den Einstieg zur architektonischen Stadterkundung.
Lenka Kerdová ist Künstlerin, Kunsthistorikerin und Kuratorin. Sie lebt in Wien. 2022 legte sie die zweisprachige Studie Malý Berlín ve Velké Praze / Klein-Berlin in Groß-Prag vor.
Eine Begleitveranstaltung zur Ausstellung Keine Nacht so dunkel. Die ungewöhnliche Geschichte der Familie Wels, die vergessen werden sollte.
Eine Veranstaltung des Adalbert Stifter Vereins – Kulturinstitut für die böhmischen Länder und des Hauses der Heimat des Landes Baden-Württemberg.