Tagung

Zwischen Trauer und Triumph

Das Jahr 1918 in der mitteleuropäischen Literatur

Schwarzweißfotografie eines Mannes im geöffneten Fenster, der das österreichische Wappen mit dem Doppeladler in der Hand hält, im Begriff, es aus dem Fenster fallen zu lassen.
Das Ende des Ersten Weltkriegs wurde auf vielfache Weise in Romanen, Gedichten, Theaterstücken, Filmen und Fotografien thematisiert, die Trauer über den Untergang der Donaumonarchie ebenso wie der Triumph über die Gründung der Nachfolgestaaten. Gemeinsam mit dem Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der LMU München veranstaltet der Adalbert Stifter Verein eine internationale Konferenz, auf der Literaturhistoriker aus Mittel- und Südosteuropa über die Darstellung und Verarbeitung des Jahres 1918 in der Literatur referieren. An der Konferenz nehmen Referenten u.a. aus Tschechien, Kroatien, Slowenien, Österreich, Ungarn und Deutschland teil. Die Konferenzsprache ist vorwiegend deutsch.

Programm

Mittwoch, 7. Juni

16:00 Begrüßung

Peter Becher, Adalbert Stifter Verein München
Florian Kührer-Wielach, IKGS München

16:30–17:30 Sitzung 1

Steffen Höhne (Weimar): Triest und die Erfindung des Habsburgermythos

Franziska Mayer (München): Rückkehr ins Leben? Kriegsheimkehrer in österreichischen Texten der Zwischenkriegszeit

Moderation: Florian Kührer-Wielach

18:00 Festvortrag

Daniela Strigl (Wien): 1918 – das Ende einer »Justamentposition gegen die Natur« (Walther Rode). Über den Mythos vom »habsburgischen Mythos« in der österreichischen Literatur

Moderation: Peter Becher

Donnerstag, 8. Juni

9:00–10:30 Sitzung 2

Olivia Spiridon (Tübingen): Das Jahr 1918 und seine Folgen in der deutschen Literatur aus Rumänien

Andrei Corbea-Hoisie (Jassy/Iași): Itzik Strul, der Deserteur

Moderation: Florian Kührer-Wielach

11:00–12:30 Sitzung 3

Peter Rychlo (Czernowitz/Tscherniwzi): »Wo/ in der österreichlosen Zeit/ wächst mein Wort/ in die Wurzeln« Das Jahr 1918 in der deutschsprachigen Dichtung der Bukowina

Jurko Prochasko (Lemberg/Lviv): Finis Galiciae: vom Weltschmerz zum Weltuntergang und darüber hinaus

Moderation: Florian Kührer-Wielach

14:00–16:30 Sitzung 4

Marcell Mártonffy (Budapest): Zwischen (Un)heilsprophetie und Wortlosigkeit. Antworten auf die Erfahrung des Ersten Weltkriegs in der ungarischen Literatur

Jozo Džambo (München): Die bosnische Provinz und der Große Krieg. Hasan Kikićs Roman Provincija u pozadini

Alois Woldan (Wien): Der Erste Weltkrieg in der polnischen Literatur

Moderation: Steffen Höhne

16:30 Stadtführung

Freitag, 9. Juni

9:00–10:30 Sitzung 5

Marijan Bobinac (Zagreb): Miroslav Krleza und das Jahr 1918

Solvij Borovnik (Marburg/Maribor): Der Erste Weltkrieg in dem Roman Doberdob von Prežihov Voranc

Moderation: Jozo Džambo

11:00–12:45 Sitzung 6

Milan Hornáček (Olmütz/Olomouc): »Im Schatten des 3. November«. Das Ende des Ersten Weltkriegs und der Untergang der Habsburger Monarchie in Kriegsromanen der deutschböhmischen und deutschmährischen Literatur

Václav Petrbok (Prag/Praha): Finis austriae und der »Anschluss«: Franz Ferdinand d’Este in der deutschböhmischen und tschechischen Literatur in den 1930er Jahren

Abschlussdiskussion und Ausblick

Moderation: Anna Knechtel (München)

 

Veranstalter:
Adalbert Stifter Verein, München
Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) an der LMU München


bis

Hotel Dvorana Karlsbad
Chebská 394/44
Karlovy Vary

Flyer zur Tagung