Podiumsdiskussion

Die Vertreibung und die „Rückkehr“ der Sudetendeutschen

Schriftstellerin und Soziologin Alena Wagnerová, die Mentorin für politische Bildung und ehemalige Direktorin von Antikomplex Terezie Stiborková sowie der Sprecher des Deutsch-tschechischen Jugendforums Filip Vlček

Wie verändern sich die Sichtweisen auf die „Sudetendeutsche Frage“ über die Generationen hinweg? Und was bedeutet die symbolische „Rückkehr“ im Kontext dieser Frage heute?

Die Diskussion eröffnet einen generationenübergreifenden Dialog darüber, was unsere Haltung zur Vergangenheit prägt, was Interesse und Ängste hervorruft und welche Wege zu Verständigung und Versöhnung führen. Gemeinsam werden wir auch darüber nachdenken, ob der Generationenwechsel der Schlüssel zur Aufarbeitung der Vergangenheit ist.

Es diskutieren die Schriftstellerin und Soziologin Alena Wagnerová, die Mentorin für politische Bildung und ehemalige Direktorin von Antikomplex Terezie Stiborková sowie der Sprecher des Deutsch-tschechischen Jugendforums Filip Vlček.

Moderation: Jana Urbanovská

Die Veranstaltung findet in tschechischer Sprache statt.

Im Rahmen der Reihe „Wege zum Verständnis: Tschechen und Sudetendeutsche“. Im Mai dieses Jahres treffen sich Sudetendeutsche und ihre Nachkommen in Brünn zu ihrem jährlichen Treffen, dem Sudetendeutschen Tag. Nach fast 80 Jahren findet es zum ersten Mal auf dem Gebiet der Tschechischen Republik statt, ihrer ehemaligen Heimat.

Sudetendeutsche und Tschechen verbindet eine jahrhundertelange Geschichte enger Nachbarschaft. Das Zusammenleben wurde jedoch durch Nationalismus, den Zweiten Weltkrieg und die darauffolgende Vertreibung beendet.

Ihre kurze Rückkehr nach Brünn weckt die Hoffnung auf einen weiteren Schritt in Richtung Versöhnung und Verständigung zwischen den beiden Völkern in Mitteleuropa. Sie ruft jedoch auch negative Emotionen und Ängste hervor, die nicht selten auf falschen oder unzureichenden Informationen beruhen.

In Vorbereitung auf den Sudetendeutschen Tag in Brünn gehen wir der Frage nach, wie interessante Persönlichkeiten der tschechischen Kultur und Gesellschaft ihren Weg zur Geschichte und den persönlichen Geschichten der Sudetendeutschen gesucht haben und wohin dieser Weg sie geführt hat.

Weitere Veranstaltungen dieser Reihe: Sudetenland: Das verlorene Paradies (6. Mai 2026) und Wie entsteht das Interesse an der Vergangenheit? Deutsch-tschechische Spuren in Familien und Landschaften (12. Mai 2026).

Veranstaltet vom Adalbert Stifter Verein – Kulturinstitut für die böhmischen Länder und dem Institut Paměti národa Brno in Zusammenarbeit mit Jana Urbanovská (Masaryk-Universität).


Uhr

Institut Paměti národa in Brünn
Radnická 10
Brünn

Eintritt: frei

Anmeldung unter diesem Link